Kann ich Leitungswasser für mein Aquarium verwenden?

Meine Empfehlung für Meerwasseraquarien ist kein Leitungswasser zu verwenden, sondern auf eine solide Wasseraufbereitung zu bauen!

Leitungswasser bringt in diversen Fällen folgende Nachteile mit sich:

  • Ungewünschte Nährstoffe beinhaltet (Nitrat, Phosphat)
  • Schadstoffe beinhaltet (Eisen, Kupfer, Blei, …)
  • Spurenelemente Ca/Alk/Mg beinhaltet. Bei ansetzen von Wechselwasser erhöhen diese die von der Salzmischung mitgebrachten Werte und liegen dadurch evtl. zu hoch
  • Jahreszeit abhängige Schwankungen der Wasserqualität. Im Winter wird vom Wasserversorger z.B.: häufig Silikat zugemischt. Im Sommer Chlor.
  • Mitbringsel/Ablagerungen aus alten Wasserleitungen

Für die meisten MW-Aquarianer empfehlenswert ist eine „Umkehrosmoseanlage“ (UOA) der noch eine sog. „Reinstwasserfilterpatrone“ nachgeschaltet ist.

In dem Reinstwasserfilter befindet sich sog. „Mischbettharz“ welches verbraucht und deswegen nach einer gewissen Zeit auch gewechselt werden muss.

Wirkweise

  • UOA: entfernt auf mechanischem Wege nahezu alle Schadstoffe, bzw. reduziert deren Konzentration stark
  • Reinstwasserfilter: Entfernt v.a. nach der UOA noch verbleibendes Silikat und weitere Schadstoffe

Es gibt auch andere Optionen zur Wasseraufbereitung, welche sich speziell bei größeren Anlagen rechen.

Für kleine Becken ist ebenfalls die Verwendung von destilliertem Wasser eine gute Option.