Was ist eine Referenzlösung und wie gehe ich damit um?

Eine Referenzlösung in unserem Sinne ist nichts anderes als eine „Meerwasserprobe“ mit ganz genau eingestellten und bekannten Wasserwerten!

Referenzlösungen verbessern die Genauigkeit der selbst gemessenen Wasserwerte deutlich! Notwendig ist das weil:

  • Erhältliche Wassertestsets in der Aquaristik mehr oder weniger starke Abweichungen vom realen Wasserwert anzeigen und dies selbst bei identischen Testsets eines Herstellers chargenabhängig unterschiedlich sein kann
  • Anwendergewohnheiten und Ablesefehler die Meßwerte verfälschen können

Anhand gekaufter Referenzlösungen 0. “überprüft“ man zuerst die „Genauigkeit von Wassertests/Tröpfchentest und 0. “Justiert“ anschließend Wassertestset/Tröpfchentest anhand der ermittelten Werte

Referenzlösungen von verschiedenen Herstellern, sind im MW-Aquaristikfachandel, am einfachsten in gut geführten Onlineshops, erhältlich

Vorgehen

Punkt 1

  • Wassertest mit dem „Meerwasser“ aus der Referenzlösung (nicht mit Beckenwasser!) durchführen. Dabei werden 2 Werte benötigt:
  • der Wert den die Referenzlösung laut mitgelieferten Dokumentation mitbringt
  • den Messwert den der zu überprüfende Wassertest für die Referenzlösung anzeigt

  • Im günstigsten Falle sind die beiden Werte identisch

Verwenden sie als Messwert für ihr Beckenwasser in Zukunft GENAU den Wert den sie für ihre Wasserprobe mit diesem Testset messen.

Punkt 2

Im Normalfall ermitteln sie eine geringe Abweichung zwischen „angegebenem Wert der Referenzlösung“ und „ihrem Meßwert der Referenzlösung“.

  • Differenz der beiden Werte ermitteln (Bsp.: Referenzlösung hat 420 mg/l Calcium. Sie messen aber nur 400mg/l. Die Differenz ist 20mg/l)
  • Werte direkt auf der Verpackung des Testsets notieren (beide Meßwerte und zu verwendende Differenz)
  • Ermittelte Differenz bei allen zukünftigen Messungen mit diesem Testset hinzurechnen bzw. abziehen. (in o.g. Beispiel würdem jedem neu ermittelten Meßwert 20mg/l Calcium hinzuaddiert werden, da das Testset einen zu geringen Wert anzeigt)

„Referenztest“ (Punkte 1 und 2) ebenso ausführen für:

  • weitere zu überprüfende Testsets zur Messung weiterer Wasserwerte (außer Salinität und Temperatur) bei Nachkauf eines bereits gemessenen Wassertests im Falle einer anderen Produktionscharge

Dieses Prozedere ist nur sinnvoll wenn das Testset „generell richtig misst“ und die ermittelte Abweichung nicht zu groß ist (Faustregel: nicht mehr als 20% Abweichung vom Referenzwert)